Imkerei Rudack - Bienen, Honig und mehr

Sie sind hier:   Startseite > Wie alles begann

Wie alles begann


Unser Haus ist grün. Wilder Wein und Efeu lassen die Wände im Laufe des Jahres in großer Farbenpracht strahlen. Im Frühjahr erscheinen die ersten zaghaften Knospen in dunklem rot. Grüne, große Blätter auf langen Stielen recken sich im Sommer der Sonne entgegen bis sie zum Herbst hin ihr Chlorophyll verlieren. Dann schillern unsere Hauswände in einer Farbskala von grün über gelb, dunkelrot bis braun. Vögel benutzen Wein und Efeu, um in versteckten Nestern mehrmals im Jahr ihren Nachwuchs aufzuziehen.

 

 

Im Juli und August, zur Blütezeit des Weins, surren unsere grünen Wände. Honigbienen und Solitärbienen verschiedener Art sammeln Nektar und Pollen, um sich für den Winter vorzubereiten. Tausende kleine geflügelte Wesen besuchen uns tagelang. Wir haben inzwischen gemerkt, dass ihr Interesse nur dem Wein und dem Efeu gilt. Sie ignorieren uns einfach, stellen also keine Gefahr dar. Auch verirrt sich kaum eine Flugkünstlerin im Innern des Hauses. Sollte dies doch einmal geschehen, verlässt sie uns schnell wieder durch Tür oder Fenster, um ihren Flugschwestern bei der Arbeit zu helfen.

Schon im Frühjahr erfreuten wir uns an den Bienen, haben wir doch einige Obstbäume in unseren Wiesen. Und nur mit diesen fleissigen Helferlein gibt es im Herbst Äpfel und Pflaumen und Honig.

weiter zu:

 

 

 

   

  

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lorscher Bienensegen:
(althochdeutscher Segen, 10. Jhdt.)

Kirst, imbi ist hûcze

Nû fliuc dû, vihu mînaz, hera

Fridu frôno in munt godes

gisunt heim zi comonne

Sizi, sizi, bîna

Inbôt dir sancte Maria

Hurolob ni habe dû

Zi holce ni flûc dû

Noh dû mir nindrinnês

Noh dû mir nintuuinnêst

Sizi vilu stillo

Uuirki godes uuillon

In der Übersetzung: 

Christus, der Bieneschwarm ist ausgeflogen! 
Nun fliege du, mein Tierchen, wieder her, 
um in göttlichem Frieden, im Schutz Gottes 
gesund heimzukommen. 

Sitze, sitze, Biene! 
Das hat dir die heilige Maria geboten: 
Abschied sollst du nicht nehmen, 
zum Wald sollst du nicht fliegen,

weder sollst du mir entwischen, 
noch sollst du mir entweichen! 
Sitze ganz stille; 
So wirke Gottes Wille.

Übersetzung aus: 
Lorscher-Bienen-Dichter-Projekt 2012

Und den Grund dafür lesen wir bei: Sir 11, 3

Denn die Biene ist klein unter allem, was Flügel hat, 
und bringt doch die allersüßeste Frucht.

Powered by CMSimple| Template: ge-webdesign.de tuned by KDR| Login